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Harninkontinenz
was heißt das eigentlich genau?
 

Unter Harninkontinenz oder auch Blasenschwäche versteht man den unwillkürlichen, das heißt unfreiwilligen Verlust von Urin. Die verlorene Urinmenge kann sehr gering, aber auch erheblich sein. Leider ist die Blasenschwäche auch heute noch für viele ein Tabuthema. Dabei leiden je nach Alter zwischen 10 und 40% der Bevölkerung daran.

(Abb.: Frauenarzt: 47 (2006) Nr. 9)

Viele glauben, dass Blasenschwäche nur im hohen Alter auftritt. Die Beschwerden werden negiert und der Ärztin/dem Arzt nicht mitgeteilt.

Untherapiert führt Inkontinenz oft zu Problemen, die über den medizinischen Rahmen hinausgehen, wie sozialer Rückzug, psychische Belastung, hygienische Probleme.

Die verschiedenen Formen und Ursachen

  • Streßinkontinenz (auch Belastungsinkontinenz)
    Bei dieser mit 49% häufigsten Form kommt es zu einem Urinverlast bei Belastung wie z.B. Niesen, Husten, schwerem Heben. Die Ursache ist meist eine Schwäche des Beckenbodens oder des Bandaparates.
  • Dranginkontinenz ( auch Urgeinkontinenz)
    Bei der zweithäufigsten Form (22%) der Dranginkontinenz kommt es zu einem starken Harndrang und unwillkürlichem Urinverlust. Auslöser können Erkrankungen oder Östrogenmangel sein. 
  • Mischinkontinenz
    Bei 29% aller Fälle handelt es sich jedoch um Formen einer Mischinkontinenz.
  • Seltene Formen,
    wie z.B die Überlaufblase oder die extraurethale Inkontinenz.

Therapiemöglichkeiten

  • Training der Beckenbodenmuskulatur
  • Reduktion verstärkender Umstände, wie z.B. Gewichtsreduktion, Behandlung eines chronischen Hustens.
  • Östrogentherapie
  • austreichende Trinkmenge
  • Blasentraining
  • Medikamente
  • operative Behandlung

Es gibt mitlerweile eine ganze Reihe Möglichkeiten eine Blasenschwäche sowohl konservativ als auch operativ zu verbessern oder zu beheben.

Sprechen Sie uns frühzeitig an, wir beraten Sie gerne.

Links
Deutsche Kontinenzgesellschaft
GIH-Gesellschaft für Inkontinenzhilfe e.V.